Vielfalt auf dem Teller, Stärke im Miteinander
Im Jugendtreff Wiener Flur stellt das gemeinsame Kochen ein regelmäßiges Angebot dar, an dem die Besucher:innen in altersdifferenzierten Gruppen teilnehmen. Die Einteilung in drei Gruppen bzw. in drei unterschiedlichen Betrieben ermöglicht es, die Inhalte und Anforderungen an den jeweiligen Entwicklungsstand anzupassen und eine pädagogische Begleitung sicherzustellen.
Im Rahmen dieses Angebots werden vielfältige Gerichte wie Döner, Wraps, Börek, Palatschinken, Chili Sin Carne oder Kürbiscremesuppe gemeinsam zubereitet. Die abwechslungsreiche Auswahl greift unterschiedliche kulturelle Hintergründe sowie Interessen der Jugendlichen auf und schafft Anknüpfungspunkte für Austausch und interkulturelles Lernen.
Die jüngeren Teilnehmenden werden schrittweise an grundlegende Küchentätigkeiten herangeführt. Dabei stehen das Ausprobieren, das Erlernen einfacher Abläufe sowie die Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit im Vordergrund. In der mittleren Gruppe (Teenie-Betrieb) wird vermehrt auf eigenständiges Arbeiten und teamfördernde Prozesse geachtet. Die Jugendlichen übernehmen erste Verantwortungsbereiche und üben sich in Absprachen sowie im strukturierten Vorgehen.
Die älteren Besucher:innen werden umfassend in die Organisation eingebunden. Sie beteiligen sich an der Planung, treffen eigenständige Entscheidungen und übernehmen Verantwortung für einzelne Arbeitsschritte oder die Gesamtgruppe.
Das regelmäßige gemeinsame Kochen bietet somit einen niedrigschwelligen Rahmen, in dem lebenspraktische Fähigkeiten vermittelt und gleichzeitig zentrale pädagogische Ziele verfolgt werden. Neben dem bewussten Umgang mit Lebensmitteln werden insbesondere Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und gegenseitige Rücksichtnahme gestärkt. Darüber hinaus entsteht ein Raum, in dem Gemeinschaft erlebt und individuelle Ressourcen sichtbar gemacht werden können.